Während mit Ziege, schweizerisch auch Geiss, alle Hausziegen bezeichnet werden, heissen die Jungtiere, von denen das zarte, feine Fleisch kommt, auf Hochdeutsch Zicklein und in der Deutschschweiz Gitzi. Das Fleisch ist hellrosa und fettarm, es enthält viel Eiweiss sowie wertvolle Vitamine und Mineralstoffe. Zu den beliebtesten Stücken gehört das Gigot, der Schenkel des Geissleins. Der Rücken liefert einen zarten Braten, den man auch bei Niedertemperatur garen kann. Ebenfalls als Braten oder sonst als Ragout werden Stücke von der Schulter zubereitet. Im Prinzip kann Gitzifleisch gleich zubereitet werden wie die entsprechenden Stücke des Lamms, wobei Gitzi im Geschmack eher milder ist, also zurückhaltender gewürzt werden sollte. Fleisch von älteren Tieren ist dunkler; es kann für Schmorgerichte verwendet werden, wofür es vor allem aus dem arabischen und indischen Raum interessante Rezepte gibt.
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