Essig ist ein Zufallsprodukt. So erzählt es jedenfalls eine alte Legende. Demnach soll ein Soldat vergessen haben, den Weinschlauch zu verschliessen, worauf der Wein sauer geworden ist. Die Erklärung für die chemische Reaktion lieferte dann 1846 Louis Pasteur. Er entdeckte, dass Essigbakterien mit Hilfe von Sauerstoff den Alkohol in Essigsäure umwandeln. Diese Essiggärung kann auch mit Früchten, Gemüsen, Säften, Bier, Schnaps, Honig, Molke und Reis erzielt werden. Folglich bietet der Essig eine breite Palette an Geschmacksnoten und Säuregraden, zu der auch Spezialitäten wie der italienische Aceto balsamico und die zahlreichen Aroma-Essige wie Kräuter- und Gewürzessige beitragen. Darum und weil Essig ein prima Konservierungsmittel ist, hat er sich in der Küche unentbehrlich gemacht. Auch ist er ein altbewährtes Haus- und Heilmittel, das gegen Kalkflecken ebenso hilfreich ist wie gegen Fieber und Sonnenbrand.
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