Heute wird Pferdefleisch von Feinschmeckern geschätzt, doch früher galt es als «Fleisch der armen Leute». Noch bis 1995 durfte es in der Schweiz nur in speziellen Pferdemetzgereien verkauft werden. Dies, damit Rossfleisch nicht als viel teureres Rind verkauft werden konnte. Kulinarisch kann Pferdefleisch mit dem vom Rind durchaus mithalten. Das Fleisch ist durch den sehr hohen Eisengehalt noch röter und dunkler als Rindfleisch. Es enthält zudem wenig Fett und einen hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren. Das Fleisch, das leicht süsslicher schmeckt als Rind, ist äusserst zart. Trotz diesen Vorzügen wird in der Schweiz nur wenig Pferdefleisch gegessen, was vor allem daran liegt, dass viele Leute das Pferd nicht als Nutztier wie etwa ein Kalb sehen. Gegessen werden hierzulande vor allem die edlen Stücke vom Rücken und vom Hinterteil. Sie können zubereitet werden wie etwa Rindshuft und -filet. Ein mit Knoblauch und Kräutern in Olivenöl gebratenes Pferdefilet ist ein delikater Genuss.
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