Liebstöckel sorgt regelmässig für Verwirrung. Da sein Duft an die Maggi-Würze erinnert, trägt er den Zweitnamen Maggikraut. Doch wer nun meint, Maggi sei quasi die Essenz von Liebstöckel, irrt. Die Flüssigwürze enthält nicht die Spur des Küchenkrauts. Liebstöckel ist eine überaus wirtschaftliche Pflanze, denn sie lässt sich von der Wurzel bis zum Grün in der Küche verwenden. Der dicke, fleischige Wurzelstock ergibt ein schmackhaftes Gemüse. Die Samen bieten sich getrocknet zum Aromatisieren von Käse oder Brot an. Die Stängel sind kandiert ein hübsches Dessertdekor. Sie können aber auch samt den Blättern unter Salate gemischt werden. Zum Aromatisieren von Speisen bieten sich fein gehackte Blätter an. Ihr herb-süsslicher Gout adelt Suppen, Eintöpfe, Braten, Pilze und Eierspeisen. Etwas milder im Aroma schmeckt Liebstöckel, wenn man ihn erst am Ende der Garzeit zugibt.
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