Ramen feierten schon in den 1980er-Jahren Triumphe, und zwar als Hauptdarsteller in der preisgekrönten japanischen Filmkomödie Tampopo. Dennoch dauerte es fast 30 Jahre, bis sich die dicken Nudeln und die gleichnamige Suppe bei uns als Alternative zu Pasta und Minestrone etablieren konnten. Und dies auch nur, weil das Nationalgericht der Japaner von New Yorker Food-Avantgardisten zum Trend erklärt worden ist. Erfunden wurden Ramen allerdings als sogenannte lāmiàn von den Chinesen. Die Japaner machten jedoch ihre eigene Spezialität daraus. Die Nudeln selbst bestehen lediglich aus Weizenmehl, Salz und Wasser. Die Suppe hingegen gibt es in unzähligen Variationen. Basiert sie beispielsweise auf Sojasauce, wird sie Shoyu-Ramen genannt, mit Miso gewürzt Miso-Ramen und aus ausgekochten Schweinsknochen zubereitet Tonkotsu-Ramen. Die Nudeln werden meist von weiteren Köstlichkeiten begleitet, etwa von Fleisch, Fisch, Gemüse, Eiern oder Algen. Beim Ramen-Burger handelt es sich übrigens um die Erfindung eines Japaners: Statt Brötchen verwendet Keizo Shimamoto gebratene Scheiben aus gekochten und mit Ei vermengten Ramen-Nudeln.
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