Wilder Kohl soll schon vor Jahrtausenden vor allem an den europäischen Mittelmeerküsten gewachsen sein. Er wird bereits seit mehreren tausend Jahren kultiviert, und heute gibt es eine grosse Vielfalt von Kohlgemüsen. In den Norden kam der Kohl im Mittelalter und wurde in unseren Küchen rasch heimisch. Weisskohl, aus dem beispielsweise Sauerkraut gemacht wird, Rotkohl, Wirz und Kohlrabi haben in unseren Breitengraden eine lange Tradition. Auch Blumenkohl oder Rosenkohl kennt man schon lange, und der südländische Broccoli ist längst eingebürgert. Doch nach wie vor lernen wir für uns neue Kohlsorten aus anderen Regionen kennen. Etwa den bildhübschen Romanesco und den zarten Cima di Rapa aus den südlichen Ländern, oder aus Asien Chinakohl und Pak-Choi. Durch die grosse Sortenvielfalt ist Kohl vom typischen Wintergemüse längst zu einem ganzjährig geschätzten Produkt geworden. Botanisch bildet Kohl eine der 300 bis 400 Gattungen, die zu den Kreuzblütlern gezählt werden. So unterschiedlich die verschiedenen Kohlsorten aussehen und schmecken mögen, eines haben sie gemeinsam: Sie enthalten viel Vitamine und Mineralstoffe, aber auch Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Sie sind also sehr bekömmlich. Und sie bereichern unsere Küche mit ihren ganz eigenen Aromen.
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