Pinienkerne sind kleine Preziosen. Sie brauchen drei Jahre, um in den Zapfen der mehrheitlich im Mittelmeerraum wild wachsenden Pinien heranzureifen. Dies, und dass sie in Handarbeit geerntet werden müssen, macht sie kostbar und kostspielig zugleich. Günstiger sind die Samen der Korea-Kiefer aus Asien. Allerdings enthalten diese mehr Fett und weniger Aroma. Pinienkerne sind zwar generell reich an Fett, aber auch an ungesättigten Fettsäuren und vor allem an zellschützendem Selen. Zudem ist das feinharzige, mandelartige Aroma der mediterranen Pinienkerne unvergleichlich. Optimal entfaltet es sich, wenn die Winzlinge entweder bei ca. 165 °C im Ofen oder kurz in einer beschichteten Pfanne ohne Fett geröstet werden. Dabei verflüchtigt sich auch der leichte Terpentingout. Pinienkerne sind unverzichtbar für klassisches Pesto alla Genovese. Sie adeln türkische und arabische Reisgerichte, Lamm-Pilaw, Couscous und vieles mehr. Auch süss schmecken Pinienkerne super, etwa in Muffins, Torta di pane oder Torta della nonna.
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