Schon im 7. Jahrhundert sollen die Mönche der Abtei Münster im Elsass diesen Käse hergestellt haben. Seit 1978 ist Munster ein Käse mit geschützter Herkunftsbezeichnung, der nur in einem begrenzten Gebiet im Münstertal, das vom Elsass in die Vogesen führt, nach strengen Regeln hergestellt werden darf. Verwendet wird ausschliesslich Milch des Vogesenrinds, einer traditionellen, regionalen Kuhrasse. Während der Reifung werden die kleinen Laibe – je ca. 500 bis 1500 Gramm – mit Rotschmierkulturen und Salz geschmiert. Die Rinde erhält dadurch einen intensiven Geruch, den nicht alle mögen: da fällt schon mal der Begriff «Stinkkäse». Doch im Innern schmeckt der cremige, oft fliessende Munsterkäse mild, und genauso wie erbitterte Gegner hat er deshalb auch glühende Verehrer.
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