Das Radieschen ist der Winzling unter den Rettichen. Seine mangelnde Grösse macht es jedoch mit Leuchtkraft wett, am häufigsten in kräftigem Pink, je nach Sorte aber auch in Weiss, Schwarz, Gelb oder Violett. Es gilt als eines der ältesten Kulturgewächse der Weltgeschichte und soll entweder in China oder im Nahen Osten beheimatet sein. Nach Europa kullerte das Knöllchen erst im 16. Jahrhundert, wo es prompt in der gehobenen Küche Frankreichs Zuspruch fand. Heute erfreuen uns die knackigen, leicht scharfen Radieschen rund ums Jahr. Frisch lässt sich ihr Kraut für Kräuterquark verwenden. Im Kühlschrank halten sich die Würzelchen einige Tage. Radieschen munden roh, zum Beispiel mit Fleur de sel, aber auch gedünstet, wobei sie beim Garen ihre Farbe verlieren.
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