Congee ist Porridge auf asiatische Art: ein suppiger Frühstücksbrei auf Basis von Reis. Er wird seit Jahrtausenden querbeet durch Asien geschätzt. Tatsächlich steht er mittlerweile auch im Westen im Ruf, eine der bekömmlichsten Speisen überhaupt zu sein. Die Begründung dafür liefern die traditionelle chinesische Medizin und die indisch-ayurvedische Heilkunde. Beide Lehren gehen davon aus, dass morgens, wenn das Verdauungssystem noch im Schlendrianmodus arbeitet, ein warmes Frühstück besser vertragen wird als beispielsweise Joghurt aus dem Kühlschrank. Unter anderem deshalb, weil der Körper keine zusätzliche Energie aufwenden muss, um die Nahrung zu erwärmen, damit er diese verdauen kann. Aber auch kulinarisch hat Congee eine Menge zu bieten. Zwar ist ein suppiger Reisbrei zum Frühstück etwas gewöhnungsbedürftig, weil von Natur aus blass und fad. Aber er lässt sich beliebig variieren. Will heissen, Congee kann süss, salzig oder würzig, dick- oder dünnflüssig, pur oder mit Toppings jeder Art zubereitet werden. Wer ihn als Schonkost geniessen will, verwendet wenig oder gar keinen Zucker und statt Rohkost Kompott oder gegartes Gemüse. In Asien wird Congee stundenlang gekocht, damit der Rundkornreis ausschleimen kann. So ist er besonders leicht verdaulich.
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