Oolong bedeutet schwarze Schlange oder schwarzer Drache. Der Legende nach soll ein chinesischer Teepflücker derart von einer solchen erschreckt worden sein, dass er die Ernte kurzerhand liegen liess und ausbüxte. Als er einige Tage später zurückkehrte, waren die Teeblätter in der Sonne oxidiert und ergaben feinsten Tee. Ob wahr oder erfunden: Tatsache ist, dass Oolong ein halbfermentierter Tee ist, also weniger stark oxidiert als Schwarztee. Wie dieser, aber auch wie Grüner und Weisser Tee wird Oolong aus den Blättern einer Varietät des Teestrauchs gewonnen. Laut Kennern vereint er die besten Eigenschaften des grünen und des schwarzen Tees in sich: das grasige Aroma des Grünen und das bouquetreiche des Schwarztees. Bekannte Oolong-Teesorten sind Oriental Beauty, Milky, Phoenix Ling Tou und Ti Kuan Yin. Je nach Sorte variiert der Gout von leicht nussig, blumig bis zu holzig, würzig. Oolong-Tee eignet sich darum auch gut zum Würzen oder als charmanter Begleiter etwa von Schweinefleisch, Käse und Schokoladendesserts. Oolong-Tee gibt es in verschiedenen Qualitätsstufen und Handelsformen echten Tees. Er kann mehrmals aufgegossen werden und ist so auch Hauptdarsteller der Chinesischen Teezeremonie: Der erste Aufguss steht dabei im Zeichen des guten Geruchs, der zweite gilt dem guten Geschmack und der dritte der langen Freundschaft.
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