Ricotta spielt meist die zweite Geige in der Küche. Darin liegt ihre Stärke. Galant bringt der italienische Frischkäse Aromen zur Geltung. Im Unterschied zu anderen Mitgliedern ihrer Familie wird die Ricotta nicht aus Milch, sondern aus Molke hergestellt. Da es sich bei dieser um ein Überbleibsel vom Käsen anderer Sorten handelt, punktet die Ricotta quasi als Recycling-Delikatesse. Besonders geschätzt ist ihre magere, etwas krümelige Konsistenz. Arm an Fett beschert die Asketin im Vergleich mit anderen Käsen denn auch kaum Hüftgold: 100 Gramm haben lediglich 170 Kalorien. Wie die meisten Milchprodukte ist die Ricotta dennoch reich an Kalzium und Proteinen. Dank dem leicht milchig-süsslichen Gout mit säuerlicher bis zitroniger Note harmoniert sie mit Süssem und mit Salzigem. Ricotta kann für Pastafüllungen verwendet werden, etwa für Fisch-Cannelloni oder Safranravioli, für Olivenöl-Crostata und für Backwaren, beispielsweise Heidelbeerstrudel, oder für Desserts wie gebackener Ricotta mit Brombeerkompott. Da sie dem Ziger sehr ähnlich ist, eignet sie sich bestens für Zigerkrapfen.
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